Im Dezember passierte an der Maria-Montessori-Schule etwas ganz Besonderes. Mitten im Unterricht ging plötzlich die Tür auf – und statt einer Lehrerin oder eines Lehrers standen zwei Clowns mit roten Nasen im Klassenzimmer. Niemand hatte damit gerechnet.

An diesem Vormittag zogen die beiden Clowninnen Lakritz und Jossi von Klasse zu Klasse und überraschten Kinder wie Lehrkräfte gleichermaßen – niemand wusste im Voraus, was gleich passieren würde.

Initiiert wurde diese schöne Überraschung von unserer Schulsozialarbeiterin Corinna Jung, mit dem Wunsch, den Kindern und Erwachsene einen Moment voller Leichtigkeit, Humor und gemeinsamer Freude zu schenken.

Die Klinikclowns von xundlachen sangen, spielten Gitarre und ließen Seifenblasen durch den Raum schweben, die sogar nach Schokolade oder Vanille rochen. Überall flogen bunte Tücher, die jongliert wurden, und Luftballons machten sich selbstständig und sausten durch die Klassenzimmer. Die Kinder konnten kaum stillsitzen – überall war Lachen, Staunen und Neugier.

Besonders lustig fanden die Kinder, dass Jossi viele Dinge nicht alleine schaffte. Zum Beispiel wusste er nicht so genau, wie man richtig auf einem Stuhl sitzt. Zum Glück waren die Kinder da, erklärten ihm geduldig, wie es geht, und halfen ihm weiter. Manche Kinder waren so neugierig, dass sie sogar versuchten, vorsichtig in die Taschen der Clowns zu schauen, um zu sehen, was sich dort noch alles versteckte.

J. aus der dritten Klasse berichtete schmunzelnd:

„Jossi wusste gar nicht, wie man sich richtig auf einen Stuhl setzt. Der hat sich doch glatt falsch rum hingesetzt, und ich musste es ihm zeigen. Jetzt, wo er sich auskennt, würde ich ihn gern im Juli zu meinem Geburtstag einladen. Der soll kommen! Die waren ja witzig!“

Schüler E. merkte, dass Clown Lakritz seine Schuhe verlieren könnte, und bot spontan an, ihm die Schuhe zu binden. Das brachte alle zum Lachen – auch die Clowns selbst waren überrascht, wie hilfsbereit die Kinder waren.

Diese Erlebnisse zeigen, wie sehr die Kinder das Geschehen nicht nur beobachteten, sondern aktiv mitgestalten und in ihre eigene Lebenswelt aufnehmen.

Gemeinsam wurden Weihnachtslieder gesungen und am Ende gab es für die Clowns sogar ein Geschenk: Die Kinder überreichten ihnen eine Tüte mit selbstgebackenen Keksen. Darüber freuten sich Lakritz und Jossi ganz besonders.

Als kleine Erinnerung erhielten auch Kolleginnen eine rote Clownsnase – für all die Momente im Schulalltag, in denen vielleicht nichts anderes mehr hilft als ein humorvoller Perspektivwechsel.

Im Januar erreichte unsere Schule eine weitere schöne Überraschung: Von den Clowndoktoren erhielt die Schulsozialarbeit eine Einladung zum Wintervarieté nach Heidelberg. Corinna Jung leitete diese Einladung gerne an unsere Schulgemeinschaft weiter und begleitete diese.

Diese Sonderveranstaltung richtete sich speziell an Familien mit beeinträchtigten oder chronisch kranken Kindern und bot Raum für Begegnung, Leichtigkeit und kulturelle Teilhabe.

Aus Sicht der Schulsozialarbeit wurde durch diese Begegnungen erneut deutlich, wie wichtig Humor, Nähe und gemeinsames Lachen gerade in herausfordernden Zeiten sind. 

Wir würden uns sehr über eine weitere Zusammenarbeit mit den Klinikclowns freuen, um diese wertvolle Form der Begegnung perspektivisch – vielleicht sogar ab 2026 – fest in unseren Schulalltag zu integrieren.

Beim Abschied waren sich jedenfalls alle einig:

Die Clowns sollen wiederkommen.